Ökologisch Gärtnern im Juni

🌱 Ökologisch Gärtnern im Juni – So gestaltest du deinen Garten nachhaltig und naturnah
1. Kompost & natürliche Bodenpflege
Lege einen eigenen Komposthaufen an – ganz ohne Torf, mit Küchenabfällen, Laub und Rasenschnitt. So förderst du dauerhaft einen gesunden Boden und reduzierst Müll.
2. Pestizidfrei pflanzen & Schädlinge kontrollieren
Verbanne Pestizide, Fungizide und Mineraldünger – das schützt Nützlinge wie Wildbienen, Marienkäfer und Florfliegen.
Nutze Mischkultur, Fruchtfolge und Pflanzenaufgüsse wie Brennnesseljauche zur Stärkung der Pflanzen.
Beikräuter (z. B. Gänseblümchen, Vogelmiere) begrüßen – sie fördern die Artenvielfalt und ziehen Nützlinge an.
Kontrolliere regelmäßig auf Schädlinge wie Blatt- oder Schildläuse: Oft reichen natürliche Gegenspieler oder sanfte Pflanzstärkung.
Beim Neubepflanzen hilft Schafwolle im Pflanzloch gegen Austrocknung und fördert das Wurzelwachstum.
3. Blumenwiesen & Rasen – sanft mähen
Mähe Rasen nur dort, wo nötig. Auf anderen Flächen lässt du den Juni blühen – für nahrhafte Wildblumenwiesen.
Spätes, einmaliges Mähen garantiert Buntheit und Artenvielfalt.
4. Insektenfreundlich & vielfältig pflanzen
Setze heimische Wildstauden wie Schafgarbe, Wiesensalbei oder Natternkopf – sie locken Wildbienen, Schmetterlinge & Co.
Lass Brennnesseln stehen – sie sind Kinderstube der Raupen für Schmetterlinge wie Tagpfauenauge & Co. Denn Raupen sind spezialisiert auf bestimmte Pflanzen, wie zum Beispiel die Brennessel, Zaunrübe, Scarbiosen etc., wobei der Schmetterling selbst, sich von unterschiedlichen Pflanzen ernähren kann.
Ergänze mit Kräutern wie Salbei, Thymian, Oregano – sie blühen im Sommer und sind Magnete für Bienen und Hummeln.
5. Gehölze & Hecken – Insektenfreundlich pflegen
Schneide blühende Wildhecken erst nach der Blüte, um Insekten Nektar zu sichern.
Lasse Samen- und Beeren tragende Sträucher wie Holunder stehen – sie bieten Vögeln und Insekten Nahrung.
6. Lebensräume im Garten erhalten
Schaffe Strukturen wie Komposthaufen, Totholzhaufen oder Steinhaufen – ideal für Igel, Insekten und kleine Tiere.
7. Obstbaumpflege & Stauden schützen
Entferne kranke Triebe – etwa bei Monilia bei Kirschbäumen – und entsorge sie im Restmüll.
Beim Junifall: Früchte ausdünnen für größere Äpfel.
Entferne Wasserschosser, indem du sie herausbrichst – ideal für Apfel- und Birnbäume.
Bei Erdbeeren: Verwende Stroh gegen Erdaufwurf und entferne kranke Früchte sofort.
Stauden bleiben über den Winter stehen – im Frühjahr gibst du ihnen im Gartenjahr einen Rückschnitt.
8. Ressourcenschonend gießen & hacken
Nutze Regenwasser für den Garten – es ist weicher und besser für Pflanzen.
Gieße tief und gezielt – lieber einmal ordentlich als oft oberflächlich.
Zwischen den Reihen hacken, statt flächig gießen – spart Wasser und fördert die Belüftung.
9. Gemüse im Juni säen
Jetzt kannst du noch diverse Gemüsearten säen:
Bohnen (Busch- und Stangenbohnen)
Spinat und Mangold für spätere Ernte
Radieschen und Möhren für die Ernte im Sommer
Rote Bete – säe alle 2–3 Wochen nach für laufende Ernte
🌼 Fazit: im Juni ökologisch gärtnern heißt…
Bodenpflege mit Kompost statt Torf
Biologische Vielfalt fördern – Beikräuter, Insekten & Vögel
Sanfte Pflege – Hecken, Wiesen, Gehölze
Nachhaltige Bewässerung & naturnahe Dünge- und Schädlingsstrategien
Wenn du Fragen hast oder Ideen mit anderen Gartenbegeisterten teilen möchtest – komm doch einfach zu unserem nächsten Treffen vorbei! 🌿
Juli
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